Unser Archiv
STiLLE TöNE
Auch 2024 waren wir mit einer Gruppenausstellung beim Festival 48 Stunden Neukölln vertreten. Unter dem Titel „Stille Töne“ zeigten wir vom 28. bis 30.6.2024 in der Galerie Friedel26 unsere Interpretationen des Festival-Themas „Urbane Stille“. Die Einladung hier zum Nachlesen:
„Inga Alice Lauenroths „Randstücke“ entstehen am Rande von Ereignissen in der Stadt. Sie fotografiert Menschen, die mit dem urbanen Raum und seinen vielfältigen Geschehnissen interagieren. Beobachtend stellt sie die Frage nach Ursache und Wirkung, der Rolle des Individuums im Gefüge einer Großstadt und letztendlich nach dem eigenen, handelnden Ich.
Aufgewachsen in einer Arbeiterstadt, die nach einem Aufschwung im Wirtschaftswunderdeutschland den Niedergang erlebte, begibt sich Jörg Steinbach auf die Spurensuche nach seiner eigenen Vergangenheit und hält die Stille an den ihm vertrauten, früher lebendigen Orten fotografisch fest.
Im Warschauer Stadtviertel Praga entstanden während der deutschen Besatzung zahlreiche Schreine mit Madonnenfiguren in Hinterhöfen von Wohnblöcken. Die Bevölkerung zog sich in einer bedrohlichen Zeit ins Private zurück, der Hinterhof wurde zum Ort der Ruhe und Besinnung. Franca Wohlts dokumentarische Fotografien zeigen vielfältige Ansichten dieser Höfe und Schreine.
In „Was ich nicht sehe, gibt es nicht“ spürt Jan Bechberger der Sehnsucht nach einem persönlichen Moment der Stille und Ruhe nach und begibt sich mit der Kamera hinaus in die Stadt und raus aus der Lethargie. Corona-Krise, Angriffskrieg gegen die Ukraine, Inflationskrise, Energiekrise, Klimakrise. Er findet bei Spaziergängen im urbanen Umfeld Bilder, die die Stimmung vieler Menschen spiegeln.“
MAL WAS SCHÖNES
In unserer Foto-Ausstellung „Mal was Schönes“ blendeten wir den Wahnsinn der Welt für einen Moment aus und blickten nach vorn – in Arbeiten, die das Leben bejahen und erfreuliche Details und Nebenschauplätze in den Mittelpunkt rücken.
Die Show gab es vom 4.11. bis 2.12.2023 in der Galerie G37 Projektraum & Atelier. Vernissage war am 3.11.2023 um 19 Uhr im Rahmen der Schöneberger ART 2023.







VÖLLIG LOSGELÖST
Die Türkische Redewendung „Kafayı yemek“ reflektierend, gingen wir 2022 dem damaligen Festivalthema der 48H Neukölln in unserer Fotoausstellung nach. Unser Ausstellung „Völlig losgelöst“ fand vom 24. bis 26.6.2022 in den Neukölln Arcaden statt. Der Einladungstext:
„Was passiert, wenn die gewohnten und schützenden Bahnen des Lebens verlassen werden? Wie stehen wir als Gesellschaft zusammen, wenn unser Leben in den Grundfesten erschüttert wird? Unser Alltag wird von unzähligen kleinen Ritualen und Notwendigkeiten durchzogen. Diese Muster sind Last und Schutz zugleich. Aber ist Alltag ein Zustand? Was soll das sein? Was ist gemeint, wenn etwas nicht mehr alltäglich oder normal ist?
Verlassen wir die bekannten Wege durch selbstbewußte oder fremdbestimmte Ereignisse, dann stehen wir vor neuen Optionen, Ängsten und auch Hoffnungen. Völlig losgelöst von Gesellschaft, Zeit und Raum zu sein heißt sich selbst betrachten – sich kritisch seinem Innersten zu stellen, außerhalb des sozialen Lebens zu stehen, vielleicht nicht mehr fähig sein, diesen Alltag zu bewältigen.
„Guten Morgen“ ist eine fotografische Selbstbegleitung von Inga Alice Lauenroth zu einer
äußeren und inneren Zeit des Wandels. Franca Wohlt nutzt die fotografische Inszenierung um Inhalt und Wirkung von verwirrenden Bildern aus Messenger-Diensten zu analysieren. Jan
Bechberger dokumentiert den Persönlichkeitsverlust und langsamen Rückzug aus dem bisherigen Leben eines an Demenz erkrankten Menschen. In seinem Projekt „Wem gehört die Sonnenallee“ gibt Fred Hüning die von Google “beschlagnahmte“ Sonnenallee den Bürgern der Stadt symbolisch zurück. Jörg Steinbachs Fotografien von Friseurpuppen fragen: In welchem Verhältnis stehen Urbild und Abbild zueinander und inwiefern ist menschliche Erkenntnis ein Abbild der Wirklichkeit? Solveig Fausts Serie „Wolfsstunde“ verarbeitet das Phänomen des nächtlichen Aufwachens und Grübelns gegen 3 Uhr morgens, das viele Menschen in einer Lebensphase erleben.










WiederSehen
Unter dem Titel „WiederSehen“ gab es eine kleine vorweihnachtliche Ausstellung im Atelier für Photographie vom 10. bis 12.12.2021 zu sehen.
„Wann werden wir uns wiedersehen? Endlich können wir wiedersehen! Schön, Dich wiederzusehen! Jetzt ist der Moment, in dem wir uns wiedersehen. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen. Wenigstens war es ein kurzes Wiedersehen.„








ÜBER DEN WOLKEN
Im Rahmen des Festival 48 Stunden Neukölln zeigten wir vom 18. bis 20.6.2021 Saal der Evangelischen Brüdergemeine Berlin (Herrnhuter), Kirchgasse 14, 12043 Berlin unsere Gruppenshow „Über den Wolken“. Unsere Einladung las sich wie folgt:
„Die Ausstellung „Über den Wolken“ zeigt sechs fotografische Positionen deren verbindender Knotenpunkt die persönliche Freiheit im Spannungsfeld von sozialen Strukturen und zwischenmenschlichen Beziehungen ist.
Ein Vater sucht nach Selbstverwirklichung, um ganz bewusst bei sich zu sein, nicht mit Autopilot zu fahren. Bewohner eines ehemals ruhigen Dorfangers im Havelland meistern den Alltag mit der sie nun von allen Seiten umschließenden Autobahn. Alltagsgegenstände, bei Spaziergängen im Stadtgebiet gefunden und anhand von Fotografien archiviert, ermöglichen eine rein gedankliche Annäherung an ihre Besitzer in Zeiten von einschränkenden Abstandsregeln. Raumfahrt-Start-Ups locken mit vagen Visionen von neuen Lebensweisen im All, Bilder im Internet leisten dabei Überzeugungsarbeit. Ein Fotograf entdeckt sein Gefühl von Losgelöstheit und Ekstase beim Anblick einer Achterbahn, die existiert, um das Menschsein kurzzeitig aufzuheben. Ein Sohn blickt in den Himmel und versucht in Dialog zu gehen mit sich selbst und seinem Vater, der sich entschied, für immer zu gehen.
Die Ausstellenden sind Jan Bechberger, Solveig Faust, Fred Hüning, Inga Alice Lauenroth, Jörg Steinbach und Franca Wohlt.“








FRÜHLINGSGEFÜHLE
Unsere erste Ausstellung fand am 5. und 6. Juni 2021 im Atelier für Photographie statt. Hier der Einladungstext:
„Das neu gegründete Fotografenkollektiv DAS KOLLEKTIV stellt sich erstmals in Form einer Gruppenausstellung mit dem Thema „Frühlingsgefühle“ vor. Die Ausstellung läuft im Rahmen des art.spring-Festivals.
Endlich Frühling – Aufbruchstimmung. Das ist, was uns in dieser schwierigen Zeit trägt und Kraft gibt nach vorn zu schauen. Zukunft. Draußen unterwegs sein, die Kamera im Gepäck. Sich selbst, sein Umfeld und die Natur erkunden – sich auf neue Entdeckungen begeben. Die gezeigten Serien spiegeln all das wieder. Wir präsentieren einen Einblick in die breite Palette des Schaffens jedes Einzelnen der Gruppe.
Es wird keine Vernissage im klassischen Sinne geben. Dafür sind aber während der beiden Ausstellungstage immer mehrere der Fotografen anwesend und freuen sich auf Gespräche über Fotografie und beantworten Fragen zu ihren Serien.“